6 einfache Elemente wie Sie Ihren Lebenslauf richtig schreiben

Da die meisten Personaler den Lebenslauf vor dem Anschreiben lesen, ist es enorm wichtig, dass Sie den Lebenslauf richtig schreiben! Hier sich alle wesentlichen Fakten zum Bewerber aufgelistet. Im Folgenden haben wir einige professionell ausgearbeitete Tipps zusammengestellt.

Die Designs von Premium Bewerbungen geben einen ersten Anhaltspunkt, was die Struktur angeht. Im Lebenslauf finden sich eine Menge wichtiger Fakten über den Bewerber. Diese sollten daher für den Adressaten leicht leserlich und optisch ansprechend sein. Dabei müssen die Key-Facts bereits beim ersten Querlesen erkennbar sein. Wie in unseren Premium Bewerbungsvorlagen bereits größtenteils vorhanden, empfehlen wir Ihnen, den Lebenslauf diverse Rubriken aufzuteilen:

  1. Ihre Persönlichkeit

Zu diesen Angaben gehören Ihr Name und Ihre Anschrift. Die neuen AGG-Richtlinien erlauben es Ihnen, Geburtsdatum und -ort sowie Familienstand wegzulassen. Bedenken Sie jedoch, dass dies zu Ihrem Nachteil im Bewerbungsverfahren führen kann (aber eigentlich nicht darf). Machen Sie die Angaben, die Sie für diese Bewerbung als sinnvoll erachten. 

Ihre Nationalität oder Religionszugehörigkeit sollten Sie nur dann erwähnen, wenn diese für die Stelle relevant sind (Bewerbung in einer christlichen Einrichtung o.ä.). Die Berufe der Eltern können – müssen aber nicht zwingend – genannt werden. Es macht durchaus Sinn, wenn die Berufe der Eltern in die Richtung der angestrebten Stelle gehen.

2. Erfahrungen im Berufsleben

Zeigen Sie alle relevanten Erfahrungen auf, die Sie bisher im Berufsleben gesammelt haben. Wenn Sie bereits mehrere Jahre im Beruf tätig sind, spielen kurze Praktika eher weniger die Hauptrolle. Die Erfahrungen werden dann stichwortartig dargestellt und präsentieren die wichtigsten Aufgaben. Stellen Sie sich dabei immer die Frage: “Wenn ich das Lesen würde und bewerten müsste, worauf würde ich achten?”. Im Endeffekt kann das so aussehen:

01.01.2015 – 31.12.2016 / UNTERNEHMEN XY / Teamleiter Vertrieb / Fachliche und personelle Führung von 12 Mitarbeitern / 1 Mio. € Umsatzverantwortung / Facts: 250 Mitarbeiter bei 20 Mio. € Jahresumsatz / Weiterführende Projekte: Implementierung einer neuen Vertriebsallianz

Legen Sie hierbei vor allem den Schwerpunkt auf Ihre aktuelle bzw. letzte Tätigkeit und führen Sie diese aus. Wenn Sie ein Berufseinsteiger sind, dann sind natürlich Praktika, Nebenjobs oder sonstige Berufspraxis-Erfahrungen von Bedeutung. Haben Sie jedoch noch keine Aktivitäten derart durchgeführt, dann heben Sie Ihre Ausbildungs-/Studieninhalte mit Praxisbezug hervor und beschreiben Sie z.B. Studienprojekte oder Unternehmensplanspiele.

3. Ihr höchster Bildungsabschluss

Auf Visitenkarten werden nur die höchsten Bildungsabschlüsse angegeben (z.B. M. Sc. Management). Genau so sollten Sie auch Ihrem Lebenslauf beginnen: Als Berufseinsteiger können Sie noch alle Ihre Abschlüsse auflisten, als langjähriger Berufstätiger reicht der letzte Bildungsabschluss vollkommen aus. Auch werden Abschlussnoten nicht im Lebenslauf angegeben, es sei denn sie stammen von einer Hochschule.

4. Zusatzqualifikationen

Damit Sie Ihren Lebenslauf richtig schreiben, geben wir hier auch eine kurze Übersicht der korrekten Angabe von Zusatzqualifikationen: Dazu zählen Ihre Sprachkenntisse, IT-Kenntnisse, Weiterbildungen und andere Zusatzqualifikationen. Dabei spielt der Grad der Kenntnis auch eine wesentliche Rolle. Auf welchem Level sprechen Sie Englisch, Wie gut können Sie mit Excel umgehen? Eine reine Aufzählung der Stichworte genügt nicht aus und danach wird im Zweifelsfall im Bewerbungsgespräch nachgebohrt. Bedenken Sie hinsichtlich der Aktualität von Zertifikaten auch deren Relevanz und hier wieder die Fragestellung: “Wenn ich im Recruiting wäre, würde mich das interessieren und könnte es ein ausschlaggebendes Argument FÜR die Einstellung der Person sein?”. Außerdem: Führerscheine werden nur erwähnt, wenn sie für die Tätigkeit sinnvoll sind.

5. Interessen / Hobbys

In Ihrem Job haben Sie mit Menschen zu tun und diese möchten auch am liebsten gerne mit Ihnen zusammenarbeiten. Dazu wollen die Unternehmen / die Recruiter Sie persönlich kennen lernen, um einschätzen zu können, ob Sie in das angepeilte Team passen. Persönlich kennen lernen bedeutet jedoch nicht, jede einzelne Freizeitbeschäftigung ausführlich zu beschreiben oder überhaupt zu nennen. Viel wichtiger sind Hobbys oder Interessen, die einen Bezug zur Stellenausschreibung herstellen. Sind Sie in Ihrer Freizeit sehr stark beansprucht, kann beim Personaler der Eindruck entstehen, dass der Beruf nur eine untergeordnete Rolle spielt. Oder hegen Sie ein verletzungsreiches Hobby (Profi-Boxen, Nascar-Rennen, …), kann dies die einen oder anderen Bedenken in Bezug auf Ihre Gesundheit und damit Kranktage hervorrufen.

6. Alles Andere

Haben Sie Ihren Zivildienst absolviert oder bei der Bundeswehr gedient? Dann nehmen Sie dies nur mit einer kurzen Beschreibung auf aber gehen Sie nicht näher darauf ein. Wichtig ist dabei nur, dass keine Lücke bei jungen Bewerbern entsteht. Für Männer, die vor dem Abschaffen des Wehrdienstes volljährig wurden, muss jedoch keine Auflistung erfolgen. Das sollte erfahrenen Recruitern bewusst sein. Weiterhin gehören längere Auslandsaufenthalte und Zeiten von Arbeitslosigkeit in den Lebenslauf. Eventuelle Auslandsaufenthalte in der Schulzeit gehören beispielsweise in die Rubrik ‘akademische / schulische Ausbildung’ und finden nur bei Berufseinsteigern und Relevanz für die Stellenausschreibung Erwähnung. An das Ende des Lebenslaufs gehören Orts- und Datumsangabe sowie Ihre Unterschrift.

Wenn Sie diesen grundlegenden Tipps folgen, können Sie sich sicher sein, dass Sie Ihren Lebenslauf richtig schreiben!

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